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Termine, Veranstaltungen und Veröffentlichungen

 

Regelmässige Updates auf http://zwischengeschlecht.info

 

 


Aktion & Offener Brief Inselspital Bern 16.8.09

29. September 2009

(Bild: Peter Schneider / Keystone / Berner Zeitung)

 

>>> Offener Brief an das Inselspital Bern (PDF)

>>> Bericht über die Aktion auf indymedia

>>> Hintergrund: Warum das Inselspital?

 

Zwitter-Prozess: Zwangsoperateur gibt sich geschlagen!

29. September 2009

 

Wie Christiane Völling mitteilt, verzichtet der am 12.8.2009 zum dritten Mal in Folge verurteilte Chirurg Prof. Dr. L. auf eine Berufung und hat das Schmerzensgeld bereits überwiesen! Sieg auf der ganzen Linie für Christiane und ihren couragierten Anwalt Georg Groth!


Christiane Völling und Rechtsanwalt Dr. Georg Groth im Landgericht Köln, 6.2.08

 

Mit der erfolgten Zahlung kam der nunmehr über zwei Jahre dauernde Zwitterprozess schneller als erwartet zu einem historischen Ende: Zum allerersten Mal wurde in Deutschland ein Chirurg für eine nicht-eingewilligte Kastration an einem zwischengeschlechtlichen Menschen wenigstens zivilrechtlich belangt – und unterlag definitiv durch alle Instanzen!

 

Ein grosser Tag für alle zwischengeschlechtlichen Menschen und alle UnterstützerInnen in ihrem Kampf um die sofortige Beendigung der genitalen Zwangsoperationen und aller sonstigen nicht-eingewilligten Zwangseingriffe, für Selbstbestimmung und "Menschenrechte auch für Zwitter"!

 

Zwischengeschlecht.org gratuliert Christiane Völling – und bedankt sich auch bei allen, die ihren Kampf durch Spenden oder vor Ort unterstützten, sowie speziell bei Rechtsanwalt Georg Groth, ohne dessen Engagement der "Zwitterprozess" gar nicht erst zu Stande gekommen wäre.

Zwitter-Prozess - Christiane siegt auch in 2. Instanz

10. November 2008

 

Bild: 1. Prozestag, 12.12.07, LG Köln

 

Christiane Völling gewinnt ihren Prozess auch in 2. Instanz: Das Oberlandesgericht Köln hat die Berufung ihres Zwangsoperateurs einstimmig definitiv abgelehnt! Der Chirurg hatte die Intersexuelle am 12.8.1977 ohne ihre Einwilligung kastriert und ihr die inneren Geschlechtsorgane entfernt - ein bei mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen geborenen Menschen heute noch übliches menschenrechtswidriges Vorgehen. Am 6.2.2008 wurde der Chirurg deshalb vom Landgericht Köln zu einer Schmerzensgeldzahlung verurteilt.

 

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Pressespiegel

 

"Ich bin keine Frau, ich bin ein Zwitter"

Artikel über Intersexualität im Migros Magazin vom 06.10.2008

10. November 2008

 

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"Daniela Truffer war ein Zwitter. Die Chirurgen machten aus ihr eine Frau. Damit nahm das Leiden seinen Anfang."


In der gelungenen Titelgeschichte von Thomas Müller berichtet Daniela Truffer über ihr Leben und genitale Zwangsoperationen und Zwangskastrationen an Zwittern. Umso erfreulicher, dass das Migros-Magazin laut Umfragen der Werbeindustrie von 55% Prozent (!) der deutschschweizer Bevölkerung beachtet wird. Denn je mehr Menschen von den an Zwittern begangenen massiven Menschenrechtsverletzungen erfahren, detso eher werden Mediziner damit aufhören, zwischengeschlechtliche Kinder ohne ihre Einwilligung zu operieren.

 

  

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Aktion vor Kinderspital Zürich 6.7.2008

10. November 2008


Die Selbsthilfegruppe Zwischengeschlecht.org hat heute vor dem Kinderspital Zürich eine friedliche Aktion veranstaltet und mit der Übergabe eines Offenen Briefes gegen Zwangskastrationen und genitale Zwangsoperationen protestiert.

 

 

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Zürcher Kinderspital propagiert Zwangskastrationen an Kindern

18. May 2008

 

 

Seit dem "Dritten Reich" geistert die Medizyner-Mär von einem pauschalen "Krebsrisiko von über 30%" für die inneren Geschlechtsorgane von Zwittern (d.h. Hoden, Eierstöcke, Gonaden, teils auch Mischgewebe) herum. Mit dieser "Begründung" werden alle erkannten Zwitter möglichst früh nach der Geburt zwangskastriert -- mit verheerenden Folgen für die Opfer dieser unmenschlichen Praxis. Auch bei Fällen, wo die Zwittrigkeit erst beim Eintritt in die Pubertät oder noch später erkannt wird, werden die Betroffenen regelmässig mit der tatsachenwidrigen Behauptung des angeblichen "Krebsrisikos von über 30%" genötigt, in die Kastration einzuwilligen -- was die meisten Betroffenen später bitter bereuen, nicht zuletzt wegen der damit verbundenen körperlichen und seelischen Folgeschäden.

 

Obwohl der Unsinn dieser unmenschlichen Zwangskastrations- und unsachgemässen HET-Praxis längst auch durch wissenschaftliche Studien dutzendfach widerlegt ist, halten Medizyner wieder besseren Wissens unbeirrbar dogmatisch daran fest. So z.B. auch Prof. Dr. Eugen Schoenle, Professor für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie und leitender Arzt am Kinderspital Zürich, unlängst in einem Zeitungsinterview ...

 

 

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Christiane Völling ist nicht mehr Thomas!

6. July 2008



Nun ist es also endlich offiziell: "Der Amtsrichter - der 4.! - hatte endlich ein Einsehen!! Es geschehen noch Zeichen und Wunder!!" So schrieb Christiane Völling vor wenigen Wochen überglücklich an die Selbsthilfegruppe der XY-Frauen.

Nachdem das Amtsgerichts Kleve mit Schreiben vom 4. März 2008 Christiane mitgeteilt hatte, dass ihre Gerichtsakte im Universitätsklinikum Essen "verloren gegangen" und trotz "intensiver Suche (...) nicht mehr auffindbar" sei, und sich eine erneute Verzögerung abzuzeichnen schien, hat das Amtsgericht Kleve am 28. März 2008 nun endlich zu Christianes Günsten entschieden.


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Schwullesbisches Filmfestival "Pink Apple" missbraucht Zwittersymbol

18. May 2008

 

Das Schwullesbische Filmfestival "Pink Apple" hat dieses Jahr am 4. Mai in Zürich mit den Beiträgen Die Katze wäre eher ein Vogel und XXY gleich zwei 'Zwitterfilme' im Programm, die von vielen Zwischengeschlechtlichen geschätzt und begrüsst werden. Dies ist für uns ein Grund zu grosser Freude und dafür möchten wir uns herzlich bei "Pink Apple" bedanken!

 

Wenig Grund zur Freude ist hingegen die missverständliche Verwendung des Zwittersymbols im Filmprogramm als Kennzeichnung für eine  Reihe von weiteren Filmen, die klar keine 'Zwitterfilme' sind.

Möglicherweise liegt dem eine Verwechslung der Begriffe "Intersexualität" und "Transgender" bzw. der dazugehörigen Symbole zu Grunde?

Leider stiessen meine bisherigen Hinweise auf diese Problematik per Mail auf wenig Echo.

 

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Christianes Gerichtsakte "verloren gegangen"!!

Personenstandsänderung erneut verzögert

18. May 2008

 

Wie bereits berichtet, muss die zwischengeschlechtliche Christiane Völling, die ihren ehemaligen Chirurgen wegen schwerer Körperverletzung anzeigte und am 6. Februar 2008 den "Zwitterprozess" in erster Instanz gewann, weiter kämpfen - und zwar wie bisher an mehreren Fronten. Denn anlässlich eines Treffens am Wochenende erfuhren wir von Christiane Unfassbares: Die Gerichtsakte des Amtsgerichts Kleve betreffend Personenstandsänderung wurde an den Gutachter Prof. Dr. Herbert Rübben vom Universitätsklinikum Essen weiter gereicht und ist dort "verloren gegangen"!!

 

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Christiane Völlings Kampf geht weiter

Chirurg geht in Berufung

18. May 2008

 

Christiane Völling teilt mit:

  

Der Chirurg will nicht zahlen, da er der Meinung ist, er sei für  die Aufklärung nicht verantwortlich, da ich internistischer Patient war und meine Organe seien "hochgradig verkümmert" gewesen.

Er geht in Berufung vor dem OLG Köln.

Der Prozess geht also in die nächste Runde - wie ich mir bereits gedacht habe, denn welcher Mediziner gesteht schon gerne Fehler ein.

D.h.: Erneuter Presserummel usw., weitere Aufmerksamkeit für uns, aber für mich ein weiterer Gang durch die seelische Hölle.

Termin steht noch nicht fest.
Da das OLG nicht so zügig arbeitet wie das LG wird der nächste Prozess voraussichtlich im kommenden Jahr stattfinden.

Freundliche Grüße

C. Völling


Der Kampf geht also weiter ... Auch bei ihren anderen zwei Verfahren, bei denen die zuständigen Beamten nach wie vor blocken und mauern wie gehabt ... Wir wünschen Christiane viel Kraft und Solidarität!

 

Wir werden dranbleiben und weiterhin auf zwischengeschlecht.info darüber berichten.

 

 

Ein menschlicher Film über Zwitter

Nellas Kritik zum Spielfilm XXY

22. March 2008

 

Die fünfzehnjährige Alex ist 'intersexuell' und wohnt mit ihren Eltern inmitten der Natur, verbunden mit dem Meer, dem Sand, dem Wetter. Ihre Eltern sind aus Buenos Aires in den abgelegenen Ort an der Küste Uruguays gezogen, um Alex vor dem Geschwätz der Leute und dem Drängen der Mediziner zu schützen. Doch auch in diesem abgeschiedenen Paradies finden sie keine Ruhe, es kommt bald zu Gerüchten. Alex geht nicht mehr in die Schule, zieht sich mehr und mehr zurück. >>> Mehr

 

 

Sieg für Christiane Völling!!!

Ein historischer Tag für Zwischengeschlechtliche

18. May 2008


Strahlende Gesichter, klingelnde Handys, endlose Interviews -- ein grosser Tag für alle Zwischengeschlechtlichen! Erst recht für Christiane Völling und die wenigen Unentwegten, die sich gestern früh im Landgericht Köln eingefunden hatten, ihr solidarisch beizustehen. Und immer wieder ungläubiges Staunen, Es-gar-noch-nicht-richtig-fassen-können.

 

Auch wenn die Höhe des zu zahlenden Schmerzensgeldes noch in einem Schlussurteil festgelegt wird, das wesentliche hielt Richter Dietmar Reiprich gleich zu Beginn fest: "Die Klage ist dem Grunde nach gerechtfertigt."

 

 

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XXY - Spielfilm über Intersexuelle

ab 10.4.2008 in Deutschschweizer Kinos

10. February 2008

 

Die Natur macht uns zu Mann oder Frau ... oder beidem zugleich.

Alex ist fünfzehn – und trägt ein grosses Geheimnis in sich.
Aufgrund einer seltenen Laune der Natur ist sie beides: Junge und Mädchen.
Alex’ Eltern sind mit ihr aus Buenos Aires nach Uruguay gezogen, weg vom Geschwätz der Leute. Aber auch an diesem wilden, abgelegenen Küstenstreifen sehen sie sich schnell der gleichen Intoleranz gegenüber: bald tauchen neue Gerüchte auf. Aber alles, was Alex für den Moment möchte ist, dass die Dinge gleich bleiben. Keine Medikamente mehr, keine Umzüge, keine neuen Schulen. Ihr Körper überfordert sie zunehmend. Als ein befreundeter Chirurg mit seiner Familie zu Besuch kommt, stellen sich plötzlich neue Fragen. Zudem übt Alex auf dessen Sohn Alvaro eine ganz besondere Faszination aus… xenixfilm.ch

 

 

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Völling-Prozess und Zwitter-Demo Köln 06.02.07 08:30 h

5. February 2008

 

Der Prozess am 12.12.2007 am Landgericht in Köln, wo die zwischengeschlechtliche Christiane Völling ihren ehemaligen Operateur anklagte, stiess auf ein grosses Medienecho und stellt für zwischengeschlechtliche Menschen einen Meilenstein im Kampf für ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und Würde dar.

Am 6.2.2008 wird nun das Urteil erwartet. Der Verein Intersexuelle Menschen e.V. ruft wiederum auf zur Demo vor dem Landgericht Köln um 8:30 Uhr.

>>> Flugblatt zur Demo

Nicht zuletzt aufgrund des verstärkten öffentlichen Drucks beginnen die Mediziner nun langsam zurückzukrebsen. Trotzdem wollen sie sich aktuell aber noch nicht zu einer grundlegenden Änderung der menschenrechtswidrigen Praxis der genitalen Zwangsoperationen durchringen.

Pünktlich zur Fortführung des Prozesses gegen den Chirurgen, der Christiane Völling verstümmelte, erscheint im schweizer Tages-Anzeiger vom 5. Februar 2008 ein Interview mit Karin Plattner, der Mutter eines zwischengeschlechtlichen Kindes und Präsidentin der schweizerischen Eltern-Selbsthilfegruppe. Darin schildert sie, wie es Eltern und Kind nach der Geburt erging.

 

 

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Warum Christiane Völling zur Transsexuellen gemacht werden soll

10. February 2008

 

Christiane Völling fordert nicht nur Gerechtigkeit für das an ihr begangene Unrecht, sondern will auch die ihr aufgezwungene männliche Rolle für immer ablegen und in Zukunft als Frau leben. Sie beantragte deshalb unabhängig von der Strafanzeige gegen ihren Operateur a) beim Amtsgericht Köln eine Personenstands- und Vornamensänderung und stellte b) beim MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) einen Antrag für die chirurgische Wiederherstellung ihres Geschlechts.

Beide Anliegen stossen bei den zuständigen Behörden auf vehementen Widerstand.

 

 

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2. Interdisziplinäres Forum zur Intersexualität

10. February 2008

 

Am 30. Januar 2008 fand am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf UKE in Hamburg das 2. Interdisziplinäre Forum zur Intersexualität (öhm Disorders of Sex Development, DSD) statt. Die Leiterin der Hamburger Forschergruppe Intersexualität, Frau Prof. Dr. Hertha Richter-Appelt, lud zusammen mit ihrem Team zu einem spannenden Nachmittag und Abend im Festsaal des Erikahauses ein. Neben Medizinern waren mehrere prominente Rednerinnen und Redner zu Gast, die sich seit Jahren für das Wohl Zwischengeschlechtlicher einsetzen. Wir freuten uns insbesondere über die Anwesenheit von Milton Diamond, der aus Hawaii angereist war. Auch Betroffene und Angehörige nahmen am Forum teil. Wir waren auch vor Ort und verteilten Flugblätter für die Demo am 6.2. in Köln.

 

 

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Daniela Truffer in der Rundschau

28. December 2007

Bericht in der Rundschau vom 19.12.2007 über die "Intersexuelle" Daniela Truffer

 

 

 

"Ein Flickwerk, geschaffen von Medizinern"

Artikel über Intersexualität in der BAZ vom 12.08.2008

Demo gegen genitale Zwangsoperationen

23. November 2007

 


Jedes 2000. Kind ist intersexuell, d.h. es weist Merkmale beider Geschlechter auf. Diese Kinder werden in der Regel vor dem 2. Lebensjahr ohne ihre Einwilligung an ihren uneindeutigen Genitalien zwangsoperiert und danach systematisch angelogen. Die meisten tragen massive psychische und physische Schäden davon, unter denen sie ein Leben lang leiden.

Am 12. Dezember 2007 wird in Köln zum ersten Mal ein Arzt wegen Körperverletzung vor Gericht gestellt, angeklagt von einem intersexuellen Menschen, der ohne sein Einverständnis operiert wurde und bis heute an der geschlechtlichen Zwangszuweisung leidet.





Artikel erstellt am 2013/05/24.

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